refraym
Anfänge gestalten.
Abschiede ernst nehmen.
Neuausrichtung bewusst entwickeln.
refraym verbindet Design, Systemik und Kulturarbeit an den Schwellen von Organisationen.
Diese Perspektive teile ich auch in Vorträgen, Impulsen und Gesprächsformaten.
Für mein Buchprojekt spreche ich mit Menschen über berufliche Abschiede: über beendete Projekte, Kündigungen, Führungswechsel, Umstrukturierungen, Unternehmensübergaben, Rollenverluste, Krankheit, Tod und andere Erfahrungen, nach denen etwas nicht mehr so war wie vorher.
Mich interessiert, was geholfen hat, was gefehlt hat und was bis heute nachwirkt.
Die Interviews bilden eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung von Closing Culture und Verlustkompetenz.
Veränderung bedeutet nicht nur Aufbruch, sondern oft auch Verlust. Verlustkompetenz hilft, mit diesen Veränderungen handlungsfähig umzugehen.
Sie ist die zentrale Fähigkeit von Closing Culture – und schafft die Grundlage für neue Gestaltungsspielräume.
Ich untersuche, wie Organisationen Verlustkompetenz tatsächlich entwickeln können.
Exnovation bezeichnet das bewusste Beenden, Zurückbauen oder Ablösen bestehender Strukturen, Technologien, Produkte und Praktiken – also das Gegenstück zur einseitigen Konzentration auf Innovation.
Sie wird besonders in Transformations- und Nachhaltigkeitsforschung dort relevant, wo Neues allein nicht reicht, weil Bestehendes aktiv beendet werden muss.
Für Closing Culture ist Exnovation deshalb ein wichtiges angrenzendes Feld: Exnovation fragt, was aufhören soll – Closing Culture zusätzlich, wie Menschen und Organisationen dieses Ende und den Übergang gestalten.
Künstliche Intelligenz ermöglicht neue Formen von Erinnerung, Biografiearbeit und Kommunikation – bis hin zu synthetischen Stimmen und digitalen Abbildern Verstorbener.
Mich interessieren weniger die Technologien selbst als die Fragen, die daraus entstehen: Was bleibt? Was geben wir an Maschinen ab? Wann ist etwas vorbei? Und was bedeutet das für professionelle Trauer- und Sterbebegleitung?